Klamdors Aufgaben und Abenteuer

  • Vorwort


    Wie wohl einige mitbekommen haben, hat Klamdor einige Aufgaben von Angrosch bekommen. Angrosch ist der Gott der Zwerge.

    Es hat einige Zeit gedauert bis diese erledigt waren. Loulu wurden im Verlauf dieser Aufgaben immer wieder Szenen von kommenden Ereinissen, in ihren Träumen gezeigt. Doch ob sie so auch stattfinden liegt an ihr und an Klamdor. Auf den folgenden Seiten ist nun das

    erste Abenteuer zu finden. Viel Spaß beim lesen. popcornpopcorn

    Bitte die Beiträge nicht kommentieren. Dafür gibt es einen eigenen Thread: Kommentare zu Klamdors Abenteuer.

    Warnung! Die hier niedergeschriebene Geschichte enthält Gewaltdarstellungen und bildhafte Beschreibungen von Verletzungen, die für Wesenheiten unter 16 Jahren und zart beseitete Gemüter nicht zur Unterhaltung geeignet sind.



    Hier noch der Link dazu : Kommentare zu Klamdors Abenteuer


    Kapitel 01 : Das erste Aufeinandertreffen

    Kapitel 02 : Nach Klamdors Abreise (Loulu 01)

    Kapitel 03 : Die Ruhe vor dem Sturm

    Kapitel 04 : Das Vorgeplänkel

    Kapitel 05 : Der nächste Versuch

    Kapitel 06 : Die Wendung

    Kapitel 07 : Währenddessen (Loulu 02)

    Kapitel 08 : Unerwartet

    Kapitel 09 : Auf dem Krähenbaum (Loulu 03)

    Kapitel 10 : Die Schlacht beginnt

    Kapitel 11 : Beobachtung (Loulu 04)

    Kapitel 12 : Der Kampf

    Kapitel 13 : In letzter Sekunde (Loulu 05)

    Kapitel 14 : Das gemeinsame Erleben (Loulu + Klamdor)

    Kapitel 15 : Nach dem Sturm

    Kapitel 16 : Vor dem Mahl

    Kapitel 17 : Fragen über Fragen

    Kapitel 18 : Der Traum eines Fremden (Fremder 01)



  • Kapitel 01

    Das Erste Aufeinandertreffen


    Klamdor beugte sich über die Brüstung. Seine goldene Rüstung, die er von Angrosch persönlich bekommen hatte, glänzte im Mondschein. „Sie wird mich verraten“ murmelte er mehr zu sich selbst. Hinter ihm standen einige Zwerge und starrten in die Nacht. „Schleichen können sie nicht“ stellte Klamdor fest. Er gab ein paar leise Befehle und die Zwerge verteilten sich.


    Klamdor griff nach der gewaltigen Streitaxt. Auch diese hatte er von Angrosch bekommen. Orkenspalter war ihr Name. Ausserordentlich scharf und Klamdor wusste gar nicht wo er den Umgang mit dieser Waffe gelernt hatte. Aber es fühlte sich vertraut an. Wieder raschelte es. „Ein Spähtrupp der uns Auskundschaften will.“ flüsterte sein Nebenzwerg. Barok war sein Name. „dann mal los. Es darf keiner überleben“ Ohne zu zögern stürtzte sich Klamdor in das nun entstandene Kampfgetümmel.


    Die Luft war erfüllt vom Geruch frischen Blutes, vom Klirren aufeinanderprallender Waffen und vom lauten Schreien. Manch einer der Zwerge schrie vor Schmerz, wenn sie von den Schwertern der Angreifer getroffen wurden, andere, um sich Mut zu machen und immer wieder ertönten auch die vibrierenden Schreie der sterbenden Orks.Erst vor wenigen Sekunden hatte Klamdor das Kampfgebiet erreicht und doch kam es ihm wie Stunden vor. Er kämpfte wie ein rasender und hatte nach kurzer Zeit ein halbes Dutzend Angreifer erschlagen. Aber so wild er auch kämpfte, es war, als wolle er eine Flutwelle aufhalten. Für jeden getöteten Ork sprangen zwei neue heran. Viele Zwerge waren schon verwundet doch kämpften sie weiter. „Haltet sie auf“ schrie Klamdor. Klamdor tauchte unter einem Schwerthieb hindurch, gleichzeitig riss er seine Axt nach oben, schmetterte sie gegen den Ork der eine winzigkeit zu spät reagierte und bohrte sie tief in seine Brust. Sofort riss er sie wieder zurück, ließ sie auf das Haupt des Orks niedersausen, um ihn entgültig zu töten und spaltete ihm den Schädel.


    Erschöpft wischte sich Klamdor mit der Oberseite seines gepanzerten Handschuhs den Schweiß von der Stirn. Klamdor blieb keine Zeit zum Verschnaufen. Dicht neben ihm schwebte ein anderer Krieger in höchster Gefahr. Ein Hieb seines Gegners hatte ihm die Axt aus der Hand geprellt und ihm blieb keine Zeit, stattdessen seine Wurfbeile vom Gürtel zu lösen. Klamdor sprang vor und fing den tödlichen Streich ab, aber er musste seinen Arm in ungünstigem Winkel vorstrecken. Der zusammenprall der Waffen ließ einen grellen Schmerz durch seinen Arm bis zur Schulter zucken und beinahe hätte er seine Axt verloren. Schrill kreischte Stahl auf Stahl und sprühte Funken als die Klingen erneut aufeinander prallten und aneinander entlang glitten. Sofort setzte der Ork nach, deckte Klamdor mit einer schnellen Kombination von Hieben und Stößen ein, die dieser nur mit Mühe abwehren konnte. Immer weiter wurde Klamdor zurückgedrängt, bis es ihm durch eine komplizierte Parade gelang, nicht nur einen Hieb gegen seinen Kopf abzuwehren, sondern aus der gleichen Bewegung heraus selbst einen Streich nach seinem Gegner zu führen. Mit einem hastigen Satz sprang dieser zurück. Keuschend wich auch Klamdor einen Schritt zurück. Er wollte diesen Kampf rasch beenden. Er entschloss sich, alles auf eine Karte zu setzen. Diesmal war er es, der Angriff. Wie eine Schlange zuckte seine Axt auf die Brust seines Gegners zu, doch im letzten Moment riss Klamdor diese in einem unmöglichen Winkel herum und warf sich gleichzeitig zur Seite. Die Abwehrparade seines Gegners glitt ins Leere und für einen kurzen Moment geriet er aus dem Gleichgewicht. Die untere Hälfte seines Körpers war ungedeckt. Noch während Klamdor fiel führte er einen wuchtigen Hieb gegen die Beine des Orks und trennte sie in Kniehöhe ab. Der Ork begann schrill zu schreien und stürzte ebenfalls zu Boden. Beinahe sanft glitt Klamdors Axt über seinen Hals, zerschnitt die Kehle und ließ den Schrei verstummen.


    Ruhe, es war Ruhe. Klamdor sah sich um und sah viele erschlagene Orks. Einige Zwerge waren verwundet, aber es gab unter ihnen keine Toten. Klamdor sah zum Himmel und murmelte „ Danke, Loulu. Du warst eine phantastische Lehrerin.“


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  • Kapitel 02


    Nach Klamdors Abreise


    Nun war Klamdor also in die Schlacht losgezogen. Sie wusste, dass sie besorgt sein würde, aber die Unruhe wuchs so stark an, dass Loulu es nicht mehr in Trent aushielt und kurzerhand ein kleines Bündel schnürte, um in die Ruinen loszuziehen. Sie wusste, dass dies die einzige Ablenkung sein würde, die groß genug war um die Sorge um Klamdor fernzuhalten, forderte der Kampf gegen die besonders blutrünstigen Goblinkrierger doch höchste Aufmerksamkeit.


    Nachdem sie zwei Runden mit dem Oger Okro gekämpft hatte und zwischendurch einen Goblin nach dem anderen erledigt hatte, brauchte sie eine Verschnaufpause.

    Müde und blutverschmiert wankte sie aus der Ruine und sank vor dem Eingang zusammen, um in einen unruhigen Schlaf zu sinken.


    Im Traum sah sie Klamdor und seine Zwerge in einer Schlacht gegen einen Trupp Orks kämpfen. Einmal wurde er so stark am Arm getroffen, das sie dachte sie fühlte seinen Schmerz in ihrem eigenen Arm. Doch der Schmerz lieẞ langsam nach und Klamdor entkam der knappen Situation gerade noch so.

    Als alle Orks tot dalagen und die Zwerge sich langsam sammelten hatte sie das Gefühl, Klamdor würde zu ihr sprechen.


    Etwas ruhiger fiel sie in einen tieferen Schlaf.



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  • Kapitel 03


    Die Ruhe vor dem Sturm


    Barlok begleitete Klamdor zur großen Halle in dem Großkönig Albrax sie schon erwartete. „Ehrlich gesagt, Klamdor, bin ich überrascht von dir. Viele haben Zweifel gehabt, als Albrax sagte, daß du uns im Kampf unterstützen würdest. Angrosch persönlich hätte dich ausgesucht. Du weißt ja wie wir Zwerge eben sind. Aber heute Nacht bei dem Kampf hast du zumindest mich überzeugt.“ Klamdor schritt wortlos neben ihm her. Sie gingen durch einen langen Stollen und blieben vor einer großen, reich verzierten Tür stehen. Vor der Tür standen vier Zwerge, bis an die Zähne bewaffnet. Sie grüßten Barlok und nickten Klamdor zu, dann öffneten sie die Flügel der Tür.

    „Sie sind immer noch nicht überzeugt“ dachte Klamdor bei sich. Er konnte es ihnen auch nicht verdenken. Warum sollten sie auch einem Halbzwerg folgen von dem sie eigentlich nie etwas gehört haben. Sie schritten durch die riesige Tür. Die sich dahinter befindliche Halle hatte enorme Ausmaße. Links und rechts standen die Zwergenkrieger in mehreren Reihen und schauten auf die beiden Ankömmlinge. Klamdor schaute ihnen fest in die Augen beim vorbeigehen. Er laß Skepsis und auch etwas Furcht. Einen Heerführer vertrauen den sie nicht kennen. Er sah grimmige Gesichter, einige schon von Kämpfen gezeichnet. Vor dem großen Thron blieben sie stehen und grüßten Albrax. „Garoschem“ Albrax hob die Hand und stand auf. Sofort verstummte das Gemurmel. Albrax machte eine Handbewegung in der er Klamdor zu sich beorderte. Als Klamdor neben ihm stand, sah er erst, welch eine beieindruckende Gestalt Albrax war und was er an Autorität ausstrahlte. Breite Schultern, fesselnde blaue Augen. Sein Gesicht ebenfalls von zahlreichen Schlachten gezeichnet. Er galt als grandioser Stratege und Kämpfer. Er ging auf Klamdor zu und raunte im ins Ohr.“Sie sind noch nicht überzeugt von dir. Spreche zu Ihnen, mache Ihnen Mut und zeige wer du bist“ Innerlich erschrak Klamdor. Er war kein großer Redner und wie sollte er sie überzeugen? Sein Blick erreichte Barlok, der ihm unmerklich zunickte.


    Albrax drehte sich zu seinen Kriegern. „Die Stunde ist gekommen. Angrosch schickte uns Klamdor und ich bin überzeugt, wir werden diesen Kampf gewinnen. Angrosch weiß was er tut. Er hat mich persönlich besucht und mich überzeugt, daß uns Klamdor zum Sieg führen wird.“ Zu Klamdor flüsterte er „Weckt ihren Kampfeswillen“


    Klamdor drehte sich um. Seine goldene Rüstung glänzte im Schein der zahlreichen Feuer. Den mächtigen Orkenspalter nahm er nun in die Hände, so daß ihn jeder Zwerg sehen konnte. Dann begann Klamdor zu sprechen. Laut und mit fester Stimme sagte er.


    „Krieger vom Amboss. Dieser Krieg ist uns aufgezwungen von einem Feind, der nicht unbesiegbar ist. Ich sehe Unsicherheit in euren Augen und vielleicht etwas Furcht vor dem, was uns erwartet. Aber ich sage euch, verzagt nicht. Unser Feind mag zahlreich sein, aber wir kämpfen gegen ihn, wie wir in unserer langen, glorreichen Geschichte gegen Goblins, Gnome, Menschen und andere gekämpft und gesiegt haben.“ Er benutzte extra die Worte „wir und uns“.Er machte eine kurze Pause und ließ seinen Blick über die Zwerge wandern, als wolle er jeden von ihnen persönlich anblicken.

    „Wir kämpfen nicht gegen Dämonen, sondern gegen Wesen aus Fleisch und Blut. Sie sterben nicht anders als wir. Es gibt keinen Grund, sie mehr als irgendeinen anderen Gegner zu fürchten, solange unser Mut nicht bricht und jeder tapfer seine Pflicht erfüllt. Hier stehen wir, um für alles zu kämpfen, was uns lieb und teuer ist. Für uns, für unsere Mütter und Väter, unsere Schwestern und Brüder und Freunde. Für Angrosch!“


    „Für Angrosch“ wurde sein Ruf von den Kriegern aufgenommen „Für Angrosch! Für Angrosch!“ Wieder und wieder brandete der Ruf aus hunderten von Kehlen zu ihm, brauste wie Donnerhall durch die riesige Halle und wurde als hallendes Echo von den Wänden zurückgeworfen. Klamdor lächelte. Das war die Leidenschaft die er wecken wollte.


    „Heute ist vielleicht der wichtigste Tag in unserer Geschichte“ fuhr er fort, als die Rufe endlich abebbten. „Eine Schlacht steht bevor, die unser aller Schicksal entscheiden wird.Und wir alle, jeder einzelne von uns, wird unerschrocken seinen Teil dazu beitragen. Zeigen wir diesen widerlichen Kreaturen, was es heißt, sich mit dem mächtigen Volk der Zwerge anzulegen und treiben wir sie wieder zurück in den Abgrund, aus dem sie hervorgekrochen sind. SOLLEN SIE KOMMEN! WIR WERDEN NICHT WEICHEN. WIR WERDEN BIS ZUM LETZTEN BLUTSTROPFEN KÄMPFEN UND WIR WERDEN SIEGEN!“ Er schwenkte seinen Orkenspalter mit beiden Händen hoch über den Kopf. „WIR WERDEN SIEGEN!“ brüllte er noch einmal. „SIEGEN!“


    „Sieg, Sieg!“ brandeten erneut Rufe aus hunderten Kehlen auf, wurden lauter und lauter und schienen sich bis zur Raserei zu steigern. Die Stiefel der Zwerge hämmerten im Takt auf den felsigen Boden und sie schlugen die Waffen ebenfalls gegen ihre Rüstungen. Noch einmal streckte Klamdor die Axt in die Höhe, während er gleichermaßen grimmig wie zufrieden lächelte.


    „Du hast sie jetzt endlich hinter dir, Klamdor“ Sprach Albrax zufrieden und Barlok lächelte ihm zu.



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  • Kapitel 04



    Das Vorgeplänkel


    Sie saßen beim Abendmahl. Klamdor und Barlok aßen Höhlenbär und tranken Bier. Neben Barlok saß Girlik, dem Klamdor das Leben in der letzten Nacht gerettet hatte. „Ich danke dir Klamdor“ begann dieser zu sprechen. „Ich werde auf ewig dein Bruder sein und möge kommen was wolle, ich stehe an deiner Seite.“ Dies war eine lange Rede für Girlik´s Verhältnisse. Klamdor nickte. Er wußte, daß es besser war zu schweigen. „Du hast sie aufgeweckt. Schau sie dir an, Sie strotzen vor Selbstbewußtsein.“ Sie aßen schweigend weiter, als auf einmal das Horn ertönte. Kurz war es sehr still, dann begannen alle wild durcheinander zu schreien. „RUHE“ brüllte Klamdor während er von seinem Platz aufstand. „Alle in die Verteidigungsstellungen“. Wieder erklangen die Signalhörner.

    Klamdor rannte zur Verteidigungsstellung, Barlok und Girlik hinter ihm her. Sie erreichten einen Wall der von einem Graben umgeben war. Klamdor stand auf der Brüstung, die Zwerge sahen ihn in seiner Rüstung und riefen laut „Angrosch! Sieg!“


    Klamdor blickte in die Richtung, aus der die Orks kamen. Zuerst vernahm er nur den Gestank. „Das Fett wird euch auch nichts gegen uns nützen“. Er sah die zerlumpten Banner und die verrosteten Speerspitzen langsam den silbernen Torweg hoch marschieren, die Panzerhemden schepperten bei jedem Schritt. Da kamen sie also zu hunderten den Weg hoch. „Das ist nicht die Hauptstreitmacht“ stellte Klamdor fest. „Sie wollen wissen wie stark wir sind. Das sollen sie bald bemerken.“ Er drehte sich leicht zur Seite, sodaß er einen Teil der Verteidiger sah.“Wir weichen keinen Meter zurück“


    Der Anblick der Ungeheuer hätte das Herz eines Menschen vor Furcht erstarren lassen und die Elben wären in den Schutz ihrer Wälder geflohen. Nicht so ein Zwerg!


    Die ersten Orks erreichten den Wall und versuchten ihn zu erklimmen. Ein Pfeilregen deckte die Zwerge ein und es gab erste Verluste zu beklagen. „GIB ACHT“ Klamdor stand einem Verteidiger bei, den ein Pfeil in die rechte Schulter getroffen hatte. Ein Ork mit breiten Hauern und platter Nase nutze den Moment der Unachtsamkeit und erreichte den Wehrgang. Klamdor und der Ork starrten sich an, die Zeit schien still zu stehen. Das Geschrei, das Zischen der Pfeile und das klirren der Äxte wurden mit einem Mal leiser, undeutlicher. Dafür hörte Klamdor das schwere Atmen des Gegners. Verunsichert rollten die rot geränderten Augäpfel, die tief in den Höhlen saßen, nach rechts und links. Klamdor erkannte deutlich, was die Bestie bewegte. Sie war der Erste ihrer Art, die es bis auf den Wall geschafft hatte. Es roch nach Talg, der als gräulicher Belag fingerdick auf der Plattenrüstung lag und der Gestank des Ranzigen Fetts brachte all seine Sinne in die Schlacht zurück. Mit einem Schrei warf sich Klamdor gegen den Ork. Der Stiel seiner Axt zuckte nach unten und zerschmetterte dem Ork den Fuß, dann schlug er über die Deckung hinweg zu. Die Schneide der Axt grub sich knirschend in die ungeschützte Stelle unter der Achsel. Sauber abgetrennt fiel der Arm auf den Boden. Dunkelgrünes Blut schoß im hohen Bogen aus der offenen Wunde. Der Ork quiekte auf und erhielt im nächsten Augenblick einen wuchtigen, senkrecht geführten Hieb gegen die Kehle. „Bring deinen Verwandten meinen Gruß und sage Ihnen, daß ich auf sie warte!“ Klamdor drängte den Sterbenden zurück und schob ihn mit dem nächsten Angreifer in die Tiefe.


    Von nun an bekam er keine Atempause mehr. Er rannte auf dem Wall umher, spaltete Helme samt Schädel und duckte sich unter Pfeilen hinweg, wie es ihm von Loulu gesagt worden war. Sogleich stürzte er sich auf den nächsten Ork. Die Dunkelheit, die sich mehr und mehr über den Wall senkte, bereitete ihm keine Schwierigkeiten. Angroschim vermochten in finsterster Nacht zu sehen. Aber seine Beine und Arme wogen von Schlag zu Schlag mehr. „Angrosch, gewähre uns eine Rast, damit wir zu Kräften kommen“, keuchte er, während er sich das Orkblut mit den Zöpfen seines Bartes aus den Augen wischte. Und Angrosch hatte ein Einsehen. Hörner und Trombonen signalisierten den Geschöpfen von dem Wall abzulassen. Gehorsam begannen die Orks mit dem Rückzug. Klamdor schickte einen letzten Feind ins Jenseits, ehe er auf den Boden sank und nach dem Trinkschlauch langte. Er zog den Helm ab und goß sich Wasser über die Haare. Kühlend rann die Flüssigkeit über sein Gesicht und erweckte sein Lebensfeuer. „Wieviel sind uns gebleiben?“ Er stemmt sich in die Höhe um nach den Verteidigern des Walls zu sehen. Dreißig Tote hatte die Zwerge zu beklagen. Neben sich erkannte er Barlok und Girlik. Beide lebten, hatten nur mehr ein paar Schrammen abbekommen. Klamdor stand da, wo die meisten der abgeschlachtenen Orks lagen. Seine Rüstung aus dem härtesten Stahl, von Angrosch selbst geschmiedet, schimmerte hell. Er erklommm einen Vorsprung damit ihn jeder sah.


    „Bleibt auf euren Posten“ schallte Klamdors feste Stimme. „Seid standhaft wie der Granit, aus dem wir gemacht sind. Nichts vermag uns zu brechen, kein Ork, kein Oger, nichts. Wir zerschmettern sie, wie wir es schon seit Tausend Jahren tun. Angrosch ist mit uns!“


    Leiser Jubel und zustimmende Rufe ertönten. An ihrem Stolz und Trotz würden die Angreifer scheitern.



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  • Kapitel 05



    Der nächste Versuch


    Die erschöpften Krieger versorgten sich mit Essen und Schwarzbier. Mit jedem Bissen und jedem Schluck fühlten sie sich lebendiger, frischer. Die tieferen Wunden erhielten eine notdürftige Behandlung, klaffende Wundränder wurden kurzerhand mit feinen Bindfäden zusammengenäht.

    Klamdor stand auf und ging bis zur Brüstung des Walls und schaute hinüber zu den Lagerfeuern der Orks. Es müssen Tausende sein, dachte er bei sich. „Wann denkst du, greifen sie wieder an?“ fragte Barlok, der sich neben ihn gesellt hatte. „Ich denke vor dem Morgengrauen werden sie es erneut versuchen. Sie werden uns mürbe machen wollen. Bisher sind wir glimpflich davon gekommen. Ein Glück denken sie nicht gut“. Girlik erschien aus dem Dunkeln. „Albrax zieht seine Rüstung an. Er kämpft an unserer Seite. Das wird den Kriegern noch einen Pusch geben wenn ihr Hochkönig Seite an Seite mit ihnen kämpft“. „Versucht etwas Ruhe zu finden“, sagte Klamdor.


    Klamdor weckte Barlok und bedeutete ihm, still zu sein. Weckt die anderen, aber leise. Kein Signalhorn, sie sollen denken wir schlafen. Sofort machte sich Balrok auf den Weg und jeder geweckte Zwerg weckte wiederum seinen Nebenmann. Bald war der Wall voll von den Kriegern des Amboss. In der ferne stellten sich die Reihen der Orks zum Angriff auf. Dann war es soweit. Die fürchterlichen Hörner der Orks erklangen und ein Pfeilhagel nach dem anderen prasselte auf die Zwerge nieder. Doch diese hockten in guter Deckung und lachten. Dann brach der Sturm los. Schreiende, quikende Orks stürmten auf den Wall zu, einige mit Sturmleitern um den Wall zu erklimmen. „Feuer“, schrie Albrax und die Zwerge schoßen ihre Bolzen von den gespannten Armbrüsten. Die ersten Reihen der Angreifer kam ins stocken, doch die Orks dahinter stiegen einfach über die Gefallenen hinweg. So schnell konnten die Zwerge nicht nachladen, Armbrüste sind keine Bögen. Die ersten erreichten den Wall und stellten die Leitern auf. „ACHTUNG LEITERN! ZIEHT DIE ÄXTE!“ schrie Klamdor. Der Kampf Zwerg gegen Ork entbrannte in voller Härte. Klamdor führte einen tödlich Streich gegen eine dieser Kreaturen aus, als ihn ein fürchterlicher Schmerz durchzuckte. Er schrie auf, fasste sich ans Bein und bemerkte den Schaft eines Pfeiles, der aus dem rechten Oberschenkel schaute. In der ersten Reaktion wollte er sich den Pfeil herausreißen, aber er ließ es sein. Wenn eine größere Ader getroffen war konnte er innerhalb von Minuten verbluten. Dieser kurze Moment der Ablenkung hatte gereicht, damit ein weiteren Ork seinen Gefahrenbereich erreichte. Mit dem Schwert versetzte er Klamdor einen Stoß gegen die Brust, doch das Schwert glitt von der Rüstung ab aber Klamdor stürzte rücklings auf den harten Stein. Der Ork schien Siegessicher und holte erneut aus. Aus dem Maul rann Speichel der auf den Boden tropfte. Dann war alles ganz anders. Die Zeit schien still zu stehen. Niemand bewegte sich mehr und ihm war, das jemand vertrautes in seiner Nähe wäre. „“Dreh dich um deine eigene Achse, trinke und konzentriere dich“. Das war doch Loulus Stimme. Konnte sie in den Kampf eingreifen? Nicht direkt, sonst wäre der Ork schon tot. Klirren und Schreie holten Klamdor in die Wirklichkeit zurück und ohne nachzudenken tat er, was Loulu sagte. Er drehte sich um die eigene Achse, der Schlag gegen ihn ging ins Leere. Während er sich drehte, zog er ein Fläschchen aus dem Gürtel, zog mit den Zähnen den Korken heraus, trank und konzentrierte sich auf den Rücken des Gegners. Die Stelle, an der Klamdor eben noch lag war leer, stattdessen befand er sich jetzt im Rücken des Orks. Wuchtig schlug er mit dem Orkenspalter zu und trennte den Kopf vom Leib.


    Nach mehr als zwei Stunden Kampf ebbte dieser ab. Den Orks war es nicht gelungen, den Wall einzunehmen. Sie zogen sich erstmal wieder zurück.


    Girlik kam auf ihn zu. Er blutete aus zahlreichen Wunden, aber er lächelte als er Klamdor sah. „Da hast du ein schönes Andenken bekommen“, er deutete auf den Pfeilschaft, der aus Klamdors Bein ragte. „Du solltest einen Heiler aufsuchen.“ Klamdor spürte erst jetzt wieder den Schmerz im Bein und sah sich die Wunde an. Er erinnerte sich an seine erste Vogelscheuche in Simkea. Damals hatte in Loulu verarztet und auch geschimpft, weil er so unvorsichtig war. Ein Lächeln spiegelte sich auf seinem Gesicht. „Sie wacht über mich“. Ein Heiler kam herbei und besah sich Klamdors Bein. „Du hast Glück gehabt, keine Ader verletzt. Trotzdem war es gut, den Pfeil nicht zu entfernen. Das mache ich jetzt“. Klamdor meinte ein Grinsen bei dem Heiler zu sehen. Mit einem Messer schnitt er die Hose etwas entzwei. „Setz dich“, sagte er und Klamdor tat wie er gesagt hatte. „Jetzt beiße die Zähne zusammen“. Er machte mit dem Messer einen kleinen Schnitt ins Bein und zog mit einem Ruck den Pfeil heraus. Danach schüttete er eine übel riechende Flüssigkeit in die Wunde und begann sie zu nähen. Das alles ließ Klamdor lautlos über sich ergehen. In Gedanken war er bei Loulu, die ihn wieder einmal gerettet hatte. Wenn sie doch nur hier wäre. Gedanklich schickte er ihr ein Danke. Als die Wunde verbunden war, stand er auf und prüfte, ob er darauf stehen konnte. Ein Schmerz ergoß sich im Bein, aber nach ein paar Minuten schon ging es besser. Albrax kam auf ihn zu. „Mein König“, sagte Klamdor doch Albrax winkte ab und sprach ihn an: „ Lass den Quatsch mit dem König. Hier sind wir Zwerge, Kameraden die im Kampfe zusammen stehen. Heute werden sie wohl nicht mehr kommen“. Er blickte in die Richtung, in der die Orks ihr Lager hatten. „Wir sind zu wenige“, begann Klamdor, „es wird schwer für uns werden. Auf keinem Fall dürfen sie uns in die Stollen zurück treiben. In den Stollen sind wir ihnen zwar überlegen, aber sie brauchen ja nicht hinein zu gehen. Es reicht wenn ein paar Hundert die Eingänge bewachen. Dann wäre der Weg für die Orks nach Xorlosch frei. Das darf nicht passieren“. Albrax nickte. „Ich weiß, mein Freund, ich weiß!“



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  • Kapitel 06


    Eine Wendung


    Klamdor sprach mit Girlik und Barlok über die nächsten Schritte. Albrax gesellte sich dazu. „Wir werden immer weniger“, meinte Barlok, „wir sollten uns in die Stollen zurückziehen.“ Nein“, antwortete Klamdor, „wenn wir dies tun, ist Xorlosch verloren. Sie werden nur ein paar hundert zurücklassen um die Eingänge zu bewachen. Wir können da nicht ins freie stürmen. Wir wären hilflos.“ Albrax nickte zustimmend. „Klamdor hat Recht. Wir hätten dann keine Chance mehr sie aufzuhalten. Der Wall muss standhalten.“


    Auf einmal entstand leises Gemurmel das immer lauter wurde. Klamdor blickte in die Richtung aus der die Aufregung kam. Am Stolleneingang entstand Bewegung und was er sah ließ ihn erstaunen.

    In Reih und Glied marschierten die Zwerginnen auf den Wall. Alle in Rüstung und nicht minder schwer bewaffnet wie die männlichen Angroschim. Schnurgestracks kamen sie auf Albrax und Klamdor zu. Kurz vor den beiden kamen die Zwerginnen zum stehen. Erst schauten sie zu Albrax, dann zu Klamdor. „Ihr wisst daß wir genauso gut sind wie die Angroscho. Ihr braucht uns jetzt und hier stehen wir und folgen euch. Eine jede von uns kann kämpfen, denn auch wir haben es erlernt. Und wir haben keine Angst.“ Klamdor blickte in die Gesichter der Angoschna, und sah Stolz, Mut und Entschlossenheit. Sie würden die Befehle genauso befolgen wie alle anderen auch. Klamdor schätzte ihre Zahl auf 50. Albrax lachte auf und nickte zugleich. „Natürlich sind Zwerginnen genauso gute Kämpfer. Ihr seid Willkommen.“


    Der Tumult legte sich. Das Warten zermürbte die Zwerge wie auch die Orks; Müdigkeit, der Feind aller Krieger, breitete sich aus. Klamdor döste selbst im Stehen immer wieder ein, doch als sein Helm mit einem dumpfen Laut gegen die Brüstung schlug, schreckte er hoch und blickte sich um. Ein durchdringender Alarmruf brachte sein Herz zum Pochen und er sah zum Orklager hinüber. Die Angreifer erhielten neue Verbündete.


    Im kalten Schein des Mondes erblickte Klamdor die eindrucksvollen Silhouetten gewaltiger Monstrositäten, die viermal so groß wie die Orks waren. Er zählte zehn von ihnen. Die hässlichen Körper steckten in schlecht geschmiedeten Rüstungen, die prankengleiche Hände schwangen junge, grob zugehauene Tannen als Keulen.


    Oger


    Wenn sie über die Zinnen gelangen, müssten sie die Verteidigungslinie aufgeben. Die Masse der Orks kam in Bewegung, die heranmarschierenden Oger wurden mit Freudengebrüll begrüßt.


    „Angrosch steh uns bei!“ Klamdor blickte gespannt auf die Oger. Er hatte noch nie gegen einen gekämpft. Wie sollte das denn Enden? Würde er Loulu doch nie wieder sehen? Seine Gedanken rasten, als etwas unvorhergesehenes passierte.



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  • Kapitel 07


    Währenddessen


    In der Dunkelheit der Nacht, etwas abseits vom Hauptschauplatz der Schlacht um Xorlosch, hätte jemand bei genauem Hinhören, ein leises Ploppen hören können. Wie von Zauberhand erschien ein glänzender, schwarzer Vogel, der sich in sanftem Gleitflug, ausschauhaltend nach einem guten Beobachtungspunkt, über das Land bewegte. Nicht weit vom Ort seines Erscheinens bot sich ihm ein hochgewachsener Baum, dessen kahle Äste eine perfekte Möglichkeit darstellten. Leise und unbemerkt landete Loulu in ihrer Krähengestallt auf einem dieser Äste.


    Sie hatte nicht gewusst, ob diese Reise glücken würde, hatte sie ein solches Experiment bisher noch nie gewagt. In Menschengestallt wäre es wohl nicht gelungen, zu groß wäre die benötigte Astralenergie gewesen. Doch die Sorge war zu groß und so konzentrierte sie all ihre magischen Fähigkeiten auf dieses Unterfangen in der Vogelgestallt, die sie nur sehr selten annahm.


    Geschwächt von einer solchen Aktion würde es auch ebenfalls nicht ohne weiteres gelingen sich zurück zu verwandeln, dazu noch in einem fremden Land, in dem die Magie anders strömte und sie sie nicht klar erkennen und bündeln konnte. Ob es ihr in der Kürze der Zeit gelingen würde, diese fremde Magie besser zu durchdringen und sie fokussieren konnte, war noch unklar. Sie dachte dennoch etwas erleichtert bei sich, dass es immerhin überhaupt irgendeine Art von Magie in diesem Land gab, was keinesfalls selbstverständlich gewesen war. Aber sie spürte sie ganz klar durch das Land fließen und leise pochen. So blieb sie auf dem Ast sitzen, der Musik der Magie neugierig lauschend und ruhte.


    Eine unheimliche Stille lag über dem Land, als würde etwas Großes, Dunkles bevorstehen. Die Kämpfer auf beiden Seiten schienen erschöpft und doch lag etwas in der Luft. Loulus Ruhe wurde durch ein unangenehmes Gefühl, das sie wie ein Stich durchfuhr, gestört. Irgendetwas war geschehen. Sie konzentrierte sich auf Klamdor und tatsächlich,… dieses Gefühl kam von ihm. Er musste sich fürchterlich erschreckt haben. Durch einen kleinen magischen Trick, konnte sie durch seine Augen sehen. Dies war von Simkea aus unmöglich gewesen, so nah bei ihm war es jedoch ein Leichtes. Dabei bemerkte sie, dass die Magie hier viel stärker war als in Simkea. Dass es ihr tatsächlich so leicht fiel, hätte sie nicht gedacht. Doch jetzt erschrak sie auch, konnte sie direkt nachvollziehen, was Klamdor so geängstigt hatte: Die Orkarmee hatte Verstärkung bekommen. Zehn riesige Silhouetten waren zu erkennen, die sie von ihrer Gestalt an einen alten Bekannten mit Namen Okro erinnerten. Oger.


    Sie sammelte sich etwas, bevor sie in Gedanken zu ihm sprach: Ruhig, mein Liebster. Ich bin in deiner Nähe und wache über dich.



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  • Kapitel 08


    Unerwartet


    Oger!


    „Wenn jetzt kein Wunder geschieht sind wir verloren, Angrosch steh uns bei“, sagte Balrok. Klamdor hatte sich genauso erschreckt beim Anblick der Oger, doch irgendwas schien anders. Dann spürte er fremde, nein vertraute Gedanken. Loulu hatte diese geschickt und sie wachte über ihn. Er schaute sich um, konnte aber nichts erkennen. Und noch etwas passierte.


    Es begann mit einer Art summen. Das Summen wurde aber immer melodischer. Der Wind trug es auch zu den Orks die unruhig wurden. Den Oger schien es nichts auszumachen. Klamdor rannte zur anderen Seite des Walls, wo die Strasse nach Xorlosch lag, die sie unter allen Umständen halten mussten. Keuchend kamen Barlok, Girlik und Albrax neben ihm an. „Was zum Angrosch ist das?“ murmelte Albrax. Zuerst war es nur Schemenhaft zu erkennen. Doch bald schälte sich ein Bild heraus, daß die Zwerge in Staunen versetzte. „Damit hätte ich nie gerechnet“, raunte Albrax. „Sie sind es wahrlich. Ich kann es nicht fassen“. Und sie kamen wirklich.


    In einer langen Kolonne zogen sie sie Strasse hoch. Die Stiefel hämmerten im Rhythmus auf die Steine der Strasse, Die Rüstungen spiegelten sich im Mondschein wieder. Sie sangen ein uraltes Zwergisches Kampflied. Zwischen ihnen waren Gespanne zu erkennen, die von Ponys gezogen wurden. Ein jeder von ihnen schwer bewaffnet schritten sie ohne zu zögern auf den Wall zu, um die Kämpfenden zu unterstützen. „Sind es tatsächlich. Seht das Banner!“ sagte Albrax. Barlok und Girlik staunten und auch Klamdor konnte kaum den Blick davon abwenden. Die anderen Zwerge wurden unruhig, sie durften ihre Posten nicht verlassen und wußten nicht, was geschah.


    „Sie kommen!“, rief plötzlich Girlik. Klamdor blickt in Richtung der Orks. Unruhe breitete sich unter ihnen aus. Rufe schallten durcheinander. Noch einmal schaute er auf die sich nähernde Kolonne. Ein lächeln legte sich auf seine Züge. Und Albrax sprach laut, damit jeder Zwerg es vernahm.


    „DUROSCH ANGRAX MORATORLOSCH XORLOSCH KA DRAX“

    (Übersetzt bedeute es soviel wie: < Gemeinschaft der Kämpfer der Täler der Wacht zum Schutze wider drachische Übergriffe>)


    Jubel branntete auf, als die Zwerge die Worte ihres Hochkönigs vernahmen. Sie waren da. Die Elite der Kampfzwerge, ausgebildet, in der Schule des Drachenkampfes zu Xorlosch.


    Sie blieben vor Albrax stehen. „Ich bin Trommok, Sohn des Tralak. Wir sind gekommen um euch im heldenhaften Kampf zu unterstützen. Einhundert der besten Krieger von Xorlosch“. Albrax schlug dem Ankömmling beide Hände auf die Schultern. „Ihr kommt zur rechten Zeit. Die Orks haben Verstärkung von den Oger erhalten“. Trommok drehte sich halb und deutete auf die von den Ponys gezogenen Karren. „Katapulte, Speerschleudern und Drachentöterlanzen. Was Drachen tötet, reicht für einen Oger allemal!“ Dann drehte er sich zu Klamdor um. „Du bist der von Angrosch ausgesuchte. Es freut mich, dich kennenzulernen. Wir haben uns viel zu erzählen, allerdings erst nach der Schlacht.“ Wieder zu Albrax gewandt, „ Wir haben nichts bemerkt auf dem Weg hierher. Kein Mensch, kein Elb, kein Ork. Nicht einmal ein Tier. Ausser einer Krähe auf einem abgestorbenen Baum. Es scheint, als ob sich jeder und jedes versteckt.“ Bei dem Wort Krähe schreckte Klamdor kurz auf, aber niemand schien es bemerkt zu haben. „Verteilt die Katapulte und Speerschleudern und geht auf Posten. Kein Oger darf den Wall erreichen.“ Es kam bewegung in die Reihen und schnell wurden die Geschosse in Stellung gebracht.



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  • Kapitel 09


    Auf dem Krähenbaum


    Der Krähenbaum schien ein idealer Beobachtungspunkt, lag er leicht erhaben auf einem kleinen Hügel Nahe des Verteidigungswalls der Zwerge auf der Xorlosch zugewandten Seite. Von hier konnte sie mit ihren scharfen Vogelaugen sowohl die Zwerge sehen, als auch über den Wall blicken und die Gegnerschaft ausspähen. Die Krähe beobachtete noch eine ganze Weile das Lager der Orkhorde und das tumbe Getue der Oger. Waren sie doch allesamt schrecklich hässlich und auch der Gestank der von dem Lager aufstieg, war kaum zu ertragen.


    Dann wurde ihre Aufmerksamkeit auf ein zunächst kaum hörbares, dann aber allmählich anschwellendes Stampfen gelenkt. Sie wandte ihren Blick in Richtung des Geräuschs und konnte kurz darauf seine Quelle in der Ferne ausmachen. Es war der Gleichschritt einer Hundertschaft Zwerge, deren Rüstung das Mondlicht widerspiegelte und die sich über die Straße nach Xorlosch dem Verteidigungswall nähere. Nach einer Weile hatten sie sich so weit genähert, dass Loulu erkennen konnte, dass es sich um die Elitetruppe der Zwerge handelte, die in der Schule des Drachenkampfes in Xorlosch ausgebildet wurde. Hatte Angrosch ihr doch höchstpersönlich diese Ausbildungsstätte in einer seiner seltsamen Traumbegegnungen gezeigt.


    Gleichzeitig verärgert und innerlich schmunzelnd musste sie feststellen, dass die Zwerge wohl unverbesserlich schienen, was den Geräuschpegel anging. Lauthals Zwergenlieder schmetternd und fest aufstampfend würden sie sicher keine allzu große Überraschung für die Orks und Oger sein, mochten diese auch noch so dumm sein. Sie spürte wie eine gewisse Erleichterung in ihr aufstieg, dass zusätzlich zu den Angroschna eine weitere Verstärkung eintraf, war Klamdors kleines Heer doch ordentlich dezimiert worden in den letzten Tagen.


    Während sich die Elitezwerge also dem Verteidigungswall näherten, widmete Loulu sich erneut der leisen, aber deutlich spür- und hörbaren Musik der Magie, deren Rhythmus sich ihr etwas mehr zu erschließen schien. Viel Zeit würde sie nicht haben, zu lernen mit ihr umzugehen. Und so sammelte sie sich und konzentrierte all ihre Aufmerksamkeit auf sie. Nach mehreren missglückten Versuchen, hatte sie es endlich geschafft. Ein kleiner Funke erschien wie aus dem nichts vor ihrem Krähenkopf. Sie ließ ihn ein wenig vor sich tanzen und dann schoss sie in blitzschnell von sich weg. Feuermagie, mächtig und destruktiv. So etwas war ihr in Simkea bereits auch gelungen, allerdings schien das Feuer hier wilder und chaotischer. Die simkeanische Feuermagie war friedlich und zahm und eignete sich nicht zum Angriff. Mit ihr zündete man lediglich Feuer an, um sich an deren wohligen, freundlichen Wärme niederzulassen oder ein Mahl zuzubereiten. Dieses Feuer könnte sich vielleicht noch als nützlich erweisen. Nun musste es ihr nur noch gelingen, ihre Gestalt zu wechseln, hatte Klamdor noch nicht gänzlich erfasst, dass sie hier war, ganz in seiner Nähe, schien er zu sehr eingenommen zu sein von den Geschehnissen um ihn herum.


    Sie erhob sich in die Luft um sich einen besseren Überblick zu verschaffen und überflog das Gebiet um den Wall.



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  • Kapitel 10


    Die Schlacht beginnt


    Sie waren also da, die Elitekrieger der Zwerge. Drachentöter wurden sie auch genannt. Immer dann an Ort und Stelle, wenn dem Volk der Angroschim Gefahr drohte. Es waren ausgewählte Kämpfer, die besten der besten. Jahrelang geschult und gedrillt zu dem einzigen Zweck, Gefahr abzuwenden.

    Klamdor stand neben Albrax und Barlok und schaute zu, wie die Geschütze in Stellung gebracht wurden. Sein Blick ging zum Orklager. Dort war ein großes Durcheinander. Sie mussten sich erstmal Sammeln bevor der nächste Angriff kommen würde. „Wir sollten was essen und trinken. Es wird wohl dauern bis sie sich wieder formiert haben“, sagte Klamdor. Girlik und Barlok nickten. Albrax sprach: „Geht schon mal vor, ich muss noch etwas mit Trommok besprechen“. Die drei Zwerge gingen zu den Stollen in die provisorisch eingerichtete Verpflegungsstätte. Es gab getrocknetes Fleisch, Fisch und auch Pilze. Dazu Schwarzbier. „Auch wenn die Zeiten noch so schlecht sind, Bier gibt es immer“, lachte Girlik und trank den Humpen mit einem Zug aus. Klamdor setzte sich auf eine der Holzbänke und dachte über das gehörte nach. Im war, als wäre er nicht alleine. Als ob jemand ihn beobachtete und aufpasste, daß nichts passierte. Das Trommok eine Krähe gesehen hatte war ja nichts ungewöhnliches. Aber er hatte das Gefühl, daß diese Krähe eine ganz bestimmte Aufgabe verfolgte. Er fühlte sich zu ihr hingezogen. Wenn er es nicht besser wüßte, würde er sagen, Loulu war in ihrer Krähengestalt erschienen. Aber sie war in Simkea. Sie konnte unmöglich hier sein. Und doch wurde er das Gefühl nicht los, daß es sich um Loulu handelte.


    Nach dem Essen traten sie wieder hinaus auf den Wall. Ein Zwerg kam herbei und deutete auf das Lager der Orks. „Sie greifen bald an. Sie nehmen Aufstellung“. Nun geht es also los. Klamdor, Girlik und Barlok gingen hinüber und schauten den Orks entgegen. „Heute wird sich das Schicksal der Zwerge und allen anderen entscheiden“. Er schaute sich um und was er sah, spornte ihn an. Alle waren voller Mut nachdem die Verstärkung eingetroffen war. Diese hatten sich strategisch sehr gut platziert. Sie konnten fast das gesamte Gebiet vor dem Wall bekämpfen. Aber eben nur fast. Klamdor machte eine Schwachstelle aus und beorderte mehrere Zwerge dorthin. Trommok kam zu ihm rüber und sagte: „ Du hast es gesehen. Diese Senke kurz vor dem Wall gegenüber der Strasse ist nicht gut einzusehen, geschweige denn unter Feuer zu nehmen. Wenn hier ein Oger durchbricht, haben wir sie in der Flanke. Wir können da kein Katapult in Stellung bringen. Wir müssen, wenn sie da durch kommen, unbedingt aufhalten“. „Ich übernehme das“, sagte Klamdor. Girlik und Barlok nickten. Klamdor ging zu den Zwergen die er schon hierher beordert hatte. „Keiner darf durchbrechen, keiner“. „Solange noch einer von uns atmet, kommt da keiner durch“, entgegnete der Zwerg.


    Die Signalhörner der Orks begann schrill zu tönen. Die Hörner der Zwerge antworteten, wohl nicht um zu alarmieren, denn jeder Zwerg war auf seinem Posten, eher um zu signalisieren: Wir sind noch da! Klamdor sah sich nochmals um und dann brach der Sturm los. Die Orks und die Oger griffen an. Der Horizont färbte sich schwarz. Klamdor machte sich bereit und dachte sehr intensiv an Loulu. Ich fühle es, du bist mir sehr nahe. Ma Norgamasch Loulu. Dann zückte er den Orkenspalter.



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  • Kapitel 11


    Beobachtung


    Als die Verstärkung auf dem Wall eingetroffen war, befand sich Loulu hoch in der Luft.

    Wachsam überflog sie das gesamte Gebiet und dabei fiel ihr eine ungünstig gelegene Stelle vor dem Wall auf. Ein kleines Gebiet, dass vom Wall aus nicht gut zu verteidigen zu sein schien. Sie würde diesen Schwachpunkt im Hinterkopf behalten.


    Dann entdecke sie Klamdor unter den Zwergen. Er überragte die anderen um ein gutes Stück, was kein Wunder war, da er ja halb menschlich war. Außerdem stach die goldene Rüstung klar hervor.

    Sie ging etwas tiefer, um verstehen zu können, was gesagt wurde. Und tatsächlich hatten die Zwerge die Schwachstelle in ihrer Verteidigung ebenfalls erkannt und Klamdor wollte eben jenes Gebiet übernehmen.


    Sie würde sich beeilen müssen mit dem Versuch sich zu verwandeln, als Krähe würde sie die Magie nicht voll nutzen können, aber sie wurde das Gefühl nicht los, dass sie Klamdor zur Seite stehen musste, also flog sie ihm nach.



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  • Kapitel 12


    Der Kampf


    Nun begann er also, der Angriff. Auf der ganzen länge des Walls brach die Hölle los. Eine schwarze Wand aus Orks bewegte sich auf die Verteidigungsstellungen der Zwerge zu. Der Himmel verdunkelte sich, als der Pfeilhagel auf Angroschs Krieger niederprasselte. Doch diese hockten gut geschützt in ihrer Deckung. Die Oger marschierten vorne weg, mit riesigen Baumstämmen in ihren Händen. Damit wollten sie den Wall erstürmen. Als der Pfeilhagel abebbte, begannen sofort die Geschützbedienungen, die Oger unter Feuer zu nehmen. Befehle hallten laut, der erste Oger wurde tödlich von einer Lanze, die normalerweise auf Drachen abgeschoßen wurde, getroffen und stürzte rücklings auf eine Schar Orks, die unter ihm begraben wurden. Klamdor beobachtete dies und zählte nach. Zwei weitere Oger fielen unter dem Jubel der Zwerge den Lanzen zum Opfer. Nur noch sieben. Aber er zählte nur sechs. Da schoss es ihm durch den Kopf.


    Die Senke. „Girlik, zu mir. Ihr da drüben auch,“ dabei zeigte er auf eine Gruppe aus zehn Zwergen. „Wir müssen zur Senke, schnell.“ Klamdor sprang auf den Weg, lief geduckt auf einen kleinen Felsen zu und schob sich dahinter. Die anderen kamen bei ihm an. Vorsichtig schaute er zur Senke und dann sah er den fehlenden Oger und einige Orks dahinter.


    „Wir müssen sie aufhalten,“ schrie er. Schnell blickte er zum Wall. Dort war der Kampf im vollen Gange. Er sah nur mehr zwei Oger, die allerdings den Wall erreicht hatten. Dort konnte er jetzt nicht helfen, sie mussten die Senke sichern. Noch einmal blickte er am Felsen vorbei, in Richtung der Feinde. Ausser dem Oger waren auch zahlreiche Orks zu sehen. „Girlik, schnell du mit deiner Scharr von der rechten Seite, ihr da drüben nehmt die linke. So nehmen wir sie in die Zange. Ich versuche den Oger abzulenken, dann sehen wir weiter.“ Klamdor gab das Zeichen und die Zwerge taten, was Klamdor befohlen hatte.


    Als alle in Stellung waren, sprang Klamdor in seiner goldenen Rüstung auf den Felsen, reckte den Orkenspalter in die Höhe und schrie: „Gortoscha mortomosch!“ Dabei übersah er den Pfeil, der auf ihn zuraste.



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  • Kapitel 13


    In letzter Sekunde


    Loulu sah von oben zu, wie der Kampf begann. Die ersten Oger fielen. Einer hatte sich von der Hauptarmee mit einer Rotte Orks entfernt und hielt geradewegs auf die Senke zu. Auch Klamdor schien dies bemerkt zu haben und setzte sich in Richtung Senke in Bewegung.


    Da erschrak Loulu, denn was sie nun sah war genau wie in ihrer Vision, Klamdor, getrieben vom Kampfeseifer sprang auf einen Felsen. Wie konnte er nur so dumm sein, sich so zu exponieren. Obwohl, wenn sie ehrlich war, war sie nicht überrascht. So war er eben. Völlig eingenommen von der Situation, schien er den Pfeil nicht zu bemerken, der unmittelbar auf ihn zu schoss. Auch die Tränke würden ihm hier nichts nutzen, denn er wusste nicht, in welcher Gefahr er sich befand.


    Ihr blieb keine Zeit zum Nachdenken und so ließ sie sich im Sturzflug fallen, denn nur so konnte sie nah genug rankommen. Sie konzentrierte ihre Gedanken völlig auf diesen Pfeil und es gelang ihr einen eigenen Pfeil zu formen. Dieser unterschied sich aber von dem Pfeil, der auf Klamdor zuraste, denn er bestand gänzlich aus Feuer. Sie hoffe, dass sie sich nicht vertan hatte mit der Richtung.


    Beide Pfeile schienen nun auf Klamdor zuzurasen… Und dann trafen sie sich. Der Feuerpfeil löste sich beim Aufprall und das Feuer sprang über auf den Pfeil, der Klamdor im nächsten Moment hätte töten sollen. Es blieb nur eine kleine Hand voll Asche übrig, die sich im Wind verlor.



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  • Kapitel 14


    Das gemeinsame Erleben


    iKlamdor: *Bemerkt ein kleines Feuer auf sich zukommen, dass sich aber rasch auflöst. Kurz blickt er um sich.*


    iLoulu: *als sie merkt, dass ihr Plan aufgegangen ist, fällt ihr auf, dass sie sich im Sturzflug befindet und auf die Boden zurast. Rasch ändert sie die Flugrichtung und steigt wieder etwas höher in die Luft.*


    iKlamdor: Das ist doch...*murmelt er, als im selben Moment ein Ork vor ihm auftaucht*


    iLoulu: *Den Flug wieder stabilisiert, richtet sie ihre Aufmerksamkeit auf die Geschehnisse am Boden. Dort sieht sie, dass die Truppe, die sich um den Oger versammelt hatte ein gutes Stück näher gekommen war und dass es ein Ork auch schon zu Klamdor geschafft hat.*


    iKlamdor: *Duckt sich unter dem Hieb des Orks hinweg und schlägt gleichzeitig mit der Axt zu. Er trennt dabei das linke Bein des Orks komplett ab. Dieser bleibt mit aufgerissenen Augen noch kurz stehen, dann kippt er zur Seite weg*


    iLoulu: *etwas stolz guckt sie Klamdor im Kampf zu*


    iKlamdor: Gortoscha mortomosch! *Ruft er, blickt noch einmal zum Himmel und meint etwas fliegen zu sehn. Dann schaut er wieder nach unten den jetzt entbrennt ein fürchterlicher Kampf*


    iLoulu: *hört lautes Kampfgeschehen und kann nicht erkennen wer hier gerade gegen wen kämpft*


    iKlamdor: * Sieht 2 Tödlich getroffenen Zwerge, hört Girlik rufen und springt vom Felsen* Den Oger, den Oger *ruft er laut*


    iLoulu: *Als sie Klamdors Rufe hört, guckt sie in die Richtung des Ogers, der auf die Senke zustürmt.* Krääächz!!! *Sie fliegt zielstrebig auf den Oger zu und als sie in Bodennähe ist verwandelt sie sich in ihre Menschengestalt. Sie läuft in Flugrichtung weiter und stößt beide Hände nach vorne, ein mächtiger Feuerwall schiebt sich von ihren Händen in Richtung des Ogers. Sie verlangsamt ihre Schritte und betrachtet wie das Feuer sein Werk tut.*


    iKlamdor: *Hört das Krääächz und sieht eine Krähe auf den Oger zufliegen, dann verwandelt sie sich in Loulu. Dann löst sich ein mächtiger Feuerball aus ihren Händen, rast auf den Oger zu und vernichtet ihn. Auch die anderen hatten dies gesehen und bleiben wie angewurzelt stehen*


    iKlamdor: LOULU *schreit er, köpft dabei einen Ork und läuft auf sie zu*


    iLoulu: *Kommt völlig zum Stehen und starrt gebannt auf das Feuer. Sie ist erstaunt über die Stärke der Magie in diesem Land. Dann hört sie wie jemand laut ihren Namen ruft, dreht sich in die Richtung des Rufs und sieht wie Klamdor auf sie zugestürmt kommt. Sie registriert auch wie sich die Blicke von anderen Zwergen auf das Feuer und ihre Gestallt gerichtet haben. Aber das ist ihr egal.*


    iLoulu: *Sie schießt einen Feuerball knapp an Klamdor vorbei, der einen unbemerkten Ork trifft. Dann endlich setzt sie sich in Bewegung und läuft Klamdor entgegen.*


    iKlamdor: Loulu *ruft er nochmal laut, nimmt sie in den Arm, hebt sie hoch und dreht sich mit ihr. Dann küsst er sich schnell* Es ist noch nicht vorbei. Weiter ruft er den überraschten Zwergen zu und Girlik kann sich ein Grinsen nicht verkneifen*


    iLoulu: *grinst ihn an* Na dann mal los!


    iKlamdor: Kannst du die restlichen Oger übernehmen? Wir kümmern uns um die nachfolgenden Orks. Vielleicht haben sie dann genug.


    iKlamdor: Wenn ein paar Orks mit verbrennen ist das nicht weiter tragisch.


    iLoulu: *lacht* Nichts leichter als das. *Loulu drückt sich vom Boden ab, springt hoch und nimmt ihre Vogelgestallt an. Sie verschafft sich einen Überblick über die Position der Oger und fliegt in die Richtung. Fast hätte sie ein Ork erwischt mit einer rostigen Klinge, der sie im letzten Moment ausweicht.*


    iLoulu: *Aus der Luft schießt sie ihre Feuerpfeile auf die Oger und nimmt dann wieder Menschengestallt an. Sie merkt, dass sie sparsamer mit der Magie umgehen sollte.*


    iLoulu: *Loulu nimmt vom Rücken ihren Zauberstab, begibt sich in den Nahkampf und ruft dem nächsten Oger zu:* Zeit zu tanzen!


    iKlamdor: *Als die Elitekrieger des Xorlosch´s Loulu`s Aktion sehen überlegen sie nicht lange und setzen zum Sturm auf die Orks an.*


    iLoulu: *Als der Oger fällt, sammelt sie ihre Kraft noch ein letzte Mal und spürt die Magie durch sich fließen. Sei richtet ihren Stab auf die Gruppe der Oger und fängt an ihn langsam zu drehen. Das aus dem Stab schießende Feuer formt sich zu einer Feuerspirale die sich durch die Menge von Ogern und Orks wälzt* Lange kann ich es nicht mehr aufrechterhalten. *Schweiß tritt ihr auf die Stirn.*


    iKlamdor: *Der Angriff bekommt eine ungeahnte Wucht. Nach allen Seiten versuchen die verbliebenen Orks zu fliehen. Klamdor steht mitten im Schlachtfeld auf einem Felsen in helles Licht getaucht. Angrosch erscheint*


    iLoulu: *sie sinkt auf die Knie und der Feuerstahl aus ihrem Stab erlischt. Ihre Aufmerksamkeit richtet sich auf ein helles Licht und sie erblickt Klamdor in dem Licht und... sie murmelt fragend vor sich hin:* Angrosch?


    iKlamdor: *Albrax, der Hochkönig kommt zu Loulu, schaut sie an: ´´Wer bist du und woher bist du gekommen?´´*


    iLoulu: *Loulu sinkt erschöft in sich zusammen und schaut auf, als sich ihr ein prächtig gekleideter Zwerg nähert.* Mein Name ist Loulu und ich bin aus einm fernen Land hierher gereist.


    iLoulu: Und mit wem habe ich die Ehre?


    iKlamdor: *Albrax wollte etwas erwiedern als Angrosch donnernd zu sprechen begann ´´Ihr habt gesiegt, die Gefahr ist gebannt. Hiermit ernenne ich Klamdor zum ersten Krieger und meinen Dank gebührt auch Loulu Domedna, diesen beinamen verleihe ich dir.´´ Und wieder verschwand er*


    iKlamdor: *´´Er macht nie viele Worte, ich bin Albrax, der Hochkönig. Wie kommst du dazu uns zu helfen?´´*


    iLoulu: *ihr Blick richtet sich auf Klamdor.*


    iLoulu: Hat er nie von mir gesprochen?


    iKlamdor: * Albrax folgte ihrem Blick. ´´Wir konnten uns nicht lange unterhalten. Nur ein paar Sätze. Ich denke, das wird er wohl heute Abend erklären, Domedna. Ein schöner Name. Weißt du was er bedeutet?´´*

    iKlamdor: *Balrak kam hinzu: ´´Du bist also Loulu. Mir hat er viel von dir erzählt.´´*


    iKlamdor: *Klamdor geht langsam auf die drei zu*


    iLoulu: Ja, so ungefähr kann ich es mir denken. Klamdor hat mir ein wenig Rogolan beigebracht. *Sie grüßt lächelnd den neu hinzugekommenen Zwerg und bemerkt dann wie sich Klamdor ihrer kleinen Gruppe nähert. Ihr Lächeln wird breiter und sie versucht aufzustehen, sinkt dann aber wieder zurück in den Schlamm.*


    iKlamdor: *Sieht wie Loulu wieder in den Schlamm sinkt und beginnt schneller zu laufen. Angekommen fragt er ´´Liebes, bist du verletzt?´´*


    iLoulu: Nein, ich glaub nicht, nur sehr erschöpft. Ich bin diese Art von Magie nicht gewöhnt. Und meine Fähigkeiten sind noch nicht so gut ausgprägt. Das war wohl etwas viel.


    iKlamdor: *Jetzt kommt auch Trommok dazu und Barlok klärt ihn kurz auf.´´Demedna´´ Nickt er Loulu zu*


    iLoulu: *Guckt lachend an sich runter* Ich glaub ich brauche ein Bad.


    iKlamdor: *Dann ruhe dich aus, Domedna, Wir kümmern uns um unsere Verletzten und Gefallenen. Heute Abend erwarte ich euch alle in meiner Halle zur Feier´´*


    iKlamdor: Ja das brauchst du*lacht*


    iKlamdor: *Hilft ihr hoch und stellt die Zwerge vor*


    iLoulu: Danke dir. *Begrüßt jeden einzeln.*



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  • Kapitel 15


    Nach dem Sturm



    Albrax drehte sich um und sprach: „Schart die Kadaver der Orks auf mehrere Haufen und verbrennt die Brut. Doch die unseren bringt auf den Wall zur letzten Ehre. Die Verletzten bringt zu den Heilern.“


    Die Angroschim taten wie Albrax ihnen aufgetragen hatte. Sie warfen die Orks auf Haufen, töteten die noch Lebenden und zündeten die Kreaturen an. Bald brannten viele Feuer und der Rauch brannte in den Augen. Aber die Natur hatte ein Einsehen und der Wind trug den Gestank der brennenden Orks von den Zwergen weg.


    Die gefallenen Zwerge wurden auf dem Wall aufgebahrt. Ein jeder erhielt seine Waffe auf den Brustpanzer, die Arme darüber gekreuzt. Bei vielen wurde noch das Blut aus dem Gesicht gewischt,

    die Haare und die Bärte gerichtet. Die getöteten Angroschna erhielten die selbe Prozedur, da sie aber keine Bärte hatten entfiel das kämen jener. Danach stellten sich die Zwerge auf. Auch die Verwundeten ließen es sich nicht nehmen von ihren Freunden, Brüdern, Vätern und Mütter Abschied zu nehmen. Albrax, Girlik, Barlok, Trommok, Klamdor und Loulu schritten die Reihe der Toten ab. Die gefallenen Krieger von Xorlosch waren besonders geschmückt und mit dem Banner der Drachentöterschule bedeckt. Als sie die Reihe fast beendet hatten, blieb Girlik plötzlich stehen.

    Er begann melodisch zu summen.


    „Ahhhh aaahh ahhhh aaahh“


    Die anderen Zwerge begannen ebenfalls zu summen, dann legten sie die Hand auf ihr Herz und danach drang es aus vielen Kehlen. Jeder Zwerg sang mit, auch die Angroschna und die Krieger des Xorlosch. Wehmütig klang der Gesang über den Wall und die Felder in das Land hinein.


    „Verabschiedet euch von Weib und von Kind,

    Weil`s vielleicht eure letzten Worte sind.

    Rüstet euch für die große Schlacht,

    die euch dann zu Helden macht.


    Auf in den Kampf für Frieden und Ruhm,

    eine epische Schlacht soll es sein.

    Angroschs Streiter werden niemals ruh`n,

    Die Welt vom Übel befreien.


    Aaaaaaaaah Aaaaaaah Aaaaaaah Aaaaaaah


    Schärft eure Axt, spitzt euren Pfeil,

    zieht aus für Angroschs Heil.

    Vergißt euren Schweiß, vergießt euer Blut,

    Angrosch geb ihnen Mut.


    Geb ihnen Mut

    Geb ihnen Mut


    Diese Lied soll unsere Krieger ehren,

    ist ein Nachruf an Stärke und Mut.

    Freiheit ist, was wir begehren,

    nieder mit des Feindes Brut.


    Aaaah, Aaaah, Aaaah, Aaaah


    Schärft eure Axt, spitzt euren Pfeil,

    zieht aus für Angroschs Heil.

    Vergißt euren Schweiß, vergießt euer Blut,

    Angrosch geb ihnen Mut.


    Geb ihnen Mut

    Geb ihnen Mut


    Ist das Feld auch vom Blute getränkt,

    hat keiner von euch sein Leben verschenkt.

    Denn euer Weib, ja und euer Kind,

    nun ein Leben in Freiheit verbringt.


    Aaaah, Aaaah, Aaaah, Aaaah


    Schärft eure Axt, spitzt euren Pfeil,

    zieht aus für Angroschs Heil.

    Vergißt euren Schweiß, vergießt euer Blut,

    Angrosch geb ihnen Mut.


    Geb ihnen Mut

    Geb ihnen Mut



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  • Kapitel 16


    Vor dem Mahl



    Loulu stand neben Klamdor und lauschte dem Gesang der allmählich abebbte. Albrax sprach,: „Gedenket der Gefallenen, ihnen zur Ehr wird sich versammelt in der großen Halle des Hochkönigs. Bereitet Speisen und Getränke, versorgt die Verwundeten und lasset uns die Lieder der Helden singen auf das wir Ihnen auf ewig Gedenken. So soll es sein.“


    Klamdor drehte sich zu Loulu, küsste sie und sprach: „Liebste, könntest du die Heiler ein wenig unterstützen? Wir sehen uns dann zum Mahl in der großen Halle. Albrax sagte, wir sitzen an seiner Seite.“


    Loulu erwiderte: „Ja, das werde ich tun.“ Sie ging zu dem provisorisch aufgebauten Lazarett und half, wo Hilfe nötig war. Es gab nicht viele Zutaten, um heilende Salben und Tinkturen anzurühren, so nahm sie das was da war und gab ihr Bestes. Sie half dabei die Wunden zu reinigen, tiefe Schnitte wurden genäht und in einigen wenigen Fällen mussten auch Gliedmaßen entfernt werden, da sie nicht mehr zu retten schienen. Sie verzichtete gänzlich auf Heilmagie, denn Klamdor hatte sie davor gewarnt, dass Zwerge und Magie keine gute Kombination sind. Nach einigen anstrengenden Stunden waren die dringenden Fälle versorgt und sie begab sich in die große Halle zu Klamdor und Albrax.


    Während Loulu sich bei den Heilern befand und half wo sie konnte, ging Klamdor an den Wassertrog und wusch sich das getrocknete Blut und den Schmutz vom Gesicht und Haaren. „Ich denke, du kannst dir noch ein paar Zöpfe in deinen Barte flechten. Du hast viele Feinde getötet. Meinst du sie kommen wieder?“ fragte Girlik. Klamdor blickte ihn an und zog die Schultern hoch. „Ich weiß es nicht. Ich habe da so ein Bauchgefühl. Aber dazu später mehr wenn wir bei Albrax sind. Klamdor unterhielt sich noch mit dem ein oder anderen Zwerg und auch mit Trommok, der ihn einlud, in Xorlosch einen Vortrag zu halten. Die Zeit verrann sehr schnell und auch Klamdor fand sich in der großen Halle ein. Diese erschien ihm jetzt noch imposanter. Er ging zu Albrax Tafel, küsste Loulu und nahm an ihrer rechten Seite Platz. Albrax saß an der Stirnseite der großen Tafel, zu seiner rechten nun Klamdor. Daneben fand Loulu ihren Platz und ihnen gegenüber saßen Trommok, Girlik und Barlok.


    Hörner ertönten und Albrax erhob sich. In der rechten Hand hielt er einen Humpen in die Höhe.


    Anroschim, Angroschax. Ka no baskan na Orak. Fortombla ka Morasch Angroschim.

    Mor dorkkasch Angroschim.

    KA BASKAN DRAXIN

    BAROSCHEM

    (Zwerge, Zwerginnen. Auf die Niederlage der Orks. Friede unserer gefallenen. Tod den Feinden der Zwerge. So schwöre ich. Auf euer Wohl.)


    Jubel brandete auf und die Zwerge erhoben sich und ihre Humpen.


    BAROSCHEM.....



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  • Kapitel 17


    Fragen über Fragen



    Als Albrax geendet hatte und die Zwerge auf das Wohl ihrer Gefallenen getrunken hatten, setzten sie sich hin. Angroschnax schwirrten umher, brachten diverse Köstlichkeiten auf die Tafeln, die sich fast unter dem Gewicht durchbogen. Dunkelbier floss in Strömen und Loulu wunderte sich, wieviel in so einen Zwerg hinein passte. Es wurde gerülpst, ab und an ein Lied gesungen und Geschichten der getöteten Angroschim erzählt. Jeder hatte eine parat, es wurde gelacht, manchmal auch etwas melancholisch nachgedacht und inne gehalten.


    Albrax wandte sich Trommok zu: „Ihr werdet sicher nach Xorlosch zurückkehren.“ Trommok nickte, „Ja, werden wir. Doch wenn ihr Hilfe braucht, werden wir da sein. Wir müssen auf der Hut sein, vielleicht kommen sie zurück.“


    Albrax schaute in die Runde, „Hat jemand von euch eine Vermutung, warum uns die Orks angegriffen haben? Sie haben das doch nicht aus freien Stücken gemacht.“ Girlik und Barlok zuckten mit den Schultern, während Loulu noch über den Satz von Trommok nachdachte. „Wie meinst du das, zurückkommen?“ fragte sie Trommok. Er schaute Loulu an: „Ich habe keinen großen Orkführer gesehen. Auch so schienen sie nicht sonderlich gut organisiert. Vielleicht wurden sie gezwungen.“ Albrax nickte: „Es gab immer wieder mal kleinere Überfälle, aber nicht in diesem Ausmaße.“ „Wenn ihr jemand anderes hinter dem Angriff vermutet, wäre es wohl sinnvoll, Späher loszuschicken um genaueres in Erfahrung zu bringen.“ erwiderte Loulu. „Das ist eine gute Idee“ meinte Klamdor. „Nur wer?“ fragte Albrax. „Wer macht denn sowas normalerweise?“ fragte Loulu.

    Albrax zeigte in die Runde: „Schau dich um, Loulu. Sie sind gezeichnet. Sie müssen sich erholen.“

    „Wir können es nicht übernehmen.“ meinte Trommok. Loulu schaute zu Albrax:„Wenn es niemanden gibt, was wäre denn die Alternative? So lange warten bis ein weiterer Angriff folgt? Gefangene verhören? Warten bis Angrosch sich meldet?“ Nun meldete sich Klamdor: „Liebes, wir haben keine Gefangenen gemacht. Angrosch spricht nicht sehr viel, das weiß du. Wir sind zumindest im Moment auf uns alleine gestellt.“ Loulu zuckte mit den Schultern, „Dann weiß ich auch nicht.“


    Albrax ergriff nun wieder das Wort : „Girlik kennt sich am besten aus, aber er alleine wird es kaum Schaffen.“ Albrax wandte sich Loulu zu: „Ich kann es Klamdor nicht befehlen, aber mir wäre wohler, wenn er dabei wäre.“ Loulu suchte den Blick von Klamdor, „Na du bist wenigstens leiser als die meisten anderen hier,“ kicherte sie. „Ich kann euch ebenfalls begleiten und von oben Ausschau halten.“


    Albrax erhob sich und sprach laut in die Runde „So soll es sein. Klamdor, Girlik und Barlok gehen als Späher nach Norden um herauszufinden, was die Orks veranlasst hat uns anzugreifen. Loulu, du begleitest sie als Krähe, so kannst du uns schnell warnen wenn etwas sein sollte.


    Loulu nimmt Klamdors Hand und flüstert ihm zu: „Ich kann dich doch nicht schon wieder alleine losziehen lassen.“ Klamdor schaut sie an und küsst sie dann.


    Albrax klatscht in die Hände.“Jetzt, wo das geklärt ist noch etwas.


    Es kamen ein paar Zwerge herein die ein großes Banner vor sich her trugen.



    „Kraft meines Amtes als Hochkönig verleihe ich euch, Domedna Loulu und Klamdor, diese Feldzeichen, sogleich auch euer Clanzeichen.“


    Die Zwerge standen auf und applaudierten. „Clan? Welcher Clan?“ fragte Loulu. „Den, den wir beide irgendwann gründen werden.“


    Loulu schaute etwas skeptisch.


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  • Kapitel 18


    Der Traum eines Fremden


    Ein dichter, dunkler Nebel, tiefsitzende Totenstille nur ein fernes Flüstern sind zu hören.

    In einem düster schwarzen Umhang versteckt tritt eine fremde Gestalt aus den dichten

    Nebelschwaden. Die Umgebung scheint sich zu klären, die Nebelstreifen verziehen sich allmählig und das Flüstern wird von lautem Donnern übertönt.


    “Kawumm...Kawumm...Kawumm”


    “Dieser Ort, das was ich davon erblicken kann, scheint mir sehr vertraut”, murmelt der Fremde in seine Kapuze hinein. Er scheint zu schweben, mehrere Meter über dem Boden, in einer Art Gewölbe, verziert mit Goldenen Reliefs und einzigartig fortschrittlicher Architektur. Jeder Stein scheint dort zu sitzen, wo er sitzen soll. Jeder Fels hat eine Bedeutung in diesen finsteren aber wunderschönen scheinbar verlassenen Höhlenbauten. Plötzlich erklingt das Geräusch einer Klinge die durch Fleisch schneidet, kurz gefolgt von dem Heftigen aufeinander Klirren geschärften Metalls.


    “Keine Angst” ist aus dem fernen ein flüstern zu vernehmen. Als der Fremde nach der Ursache der Geräusche sucht, fällt sein Blick runter in die Tiefe, der Nebel lichtet sich weiter und zu sehen ist eine surreal siedende Schlacht. Oger und Orks kämpfen gegen Reihen von Zwergen, etliche Tote gibt es zu bedauern aber auch etliche Siege zu besingen. Keiner fürchtet den Tod, eine unerbittliche Schlacht zweier unaufhaltsamer Mächte ineinander verstrickt, eine Partei dem Tode verurteilt.


    Die Aufmerksamkeit des Fremden fällt auf einen Zwerg auf einem Felsen, der seinen Brüdern und Schwestern unverständliche aber dennoch motivierende Worte zu ruft. Seine Rüstung glänzt so golden wie die Sonne an einem Sommermorgen. Eine mächtige Streitaxt führt dieser Zwerg und erhebt diese in die Lüfte, dabei fällt eine Krähe auf, die ihn umkreist. Der Blick des Fremden fällt auf einen Pfeil der auf den Goldenen Krieger zurast während er wie ein Fels in der Brandung steht.


    Plötzliche Schwärze. Der Fremde steht wieder zwischen einer dichten Nebelwand. Die Schlacht ist verstummt. Als der Nebel sich wieder lichtet ist eine große, eine riesige, eine gigantische Halle zu sehen in der abertausend Zwerge im Takt und wie verrückt und besessen auf ihre ebenfalls riesigen verzierten Ambosse schlagen. In der Mitte der Halle steht der Fremde und blickt auf zu einem Golden verzierten Thron wo ein prächtiger Zwerg sitzt.


    “Was hat das zu bedeuten? Wo bin ich? Wo ist Sunvaar?”, brüllt der Fremde in einem

    bestimmenden Ton gen Thron.


    Fremde Gedanken dringen zu ihm durch...


    „Ich habe dir das alles gezeigt, damit du weißt, dass die Zwerge deine Freunde sind. Ich weiß, was dir widerfahren ist und warum du unterwegs bist. Gehe nach Westen, bis kurz vor die Stadt Ferdok. Dort wende dich nach Norden und folge dem Fluss. Gehe nicht in das Zwergenreich. Halte Ausschau nach dem Krieger in der goldenen Rüstung. Klamdor ist sein Name. Er wird nicht alleine sein. Finde ihn, sage ihm, ich hätte dich geschickt. Angrosch hätte dich geschickt. Er folgt der selben Spur wie du.“


    Der Nebel verdichtet sich wieder in Schwärze. Unruhig dreht sich der Fremde hin und her als seine Nasenspitze von der Sonne berührt wird und ihn anschließend eher unsanft aufweckt.


    “Sunvaar bist du hier?” brüllt er aus seinem kleinen improvisierten Zelt in die weite Ferne.

    Ein Rabe fliegt ihm entgegen und landet direkt vor ihm. “Ich hatte einen Traum Sunvaar... Nein eine Vision, von jemandem, der uns helfen kann, von jemandem, der uns endlich einen Schritt näher an unser Ziel bringt. Wir müssen nach Westen Sunvaar, wir werden gebraucht.” Der Fremde greift in seine Tasche gleich neben dem Bett aus Ästen und etwas Fell und wirft dem Raben ein Stückchen

    Fleisch zu.


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